Fabian Eusterholz ist der neue Pastor von Grünhof-Tesperhude und verbringt gern Zeit in der Natur. Copyright: Alexander Krug
Grünhof-Tesperhude. Die Kirchengemeinde Grünhof-Tesperhude hat einen neuen Pastor. Fabian Eusterholz bringt vielfältige Erfahrungen mit.
„Als Jugendlicher habe ich ein Jahr in Texas verbracht. Das hat meinen Blick auf die Kirche und insbesondere auf die Jugendarbeit nachhaltig verändert“, erzählt der neue Pastor von Grünhof-Tesperhude. Nach seiner Zeit in den USA engagierte sich der 39-jährige Fabian Eusterholz zunächst aktiv im Gemeindeleben seiner Heimat Essen, studierte parallel und ist mittlerweile seit fast zehn Jahren als Pastor tätig.
Seit Februar dieses Jahres ist er der neue Pastor in der evangelischen Kirchengemeinde Grünhof-Tesperhude. Er folgt damit auf Pastorin Christiane Klinge, die 2024 in den Ruhestand ging. Ein besonderes Augenmerk legt Eusterholz auf die Jugendarbeit, die er auch hier weiter ausbauen möchte. Gleichzeitig betont er: „Zuerst möchte ich zuhören und herausfinden, was die Menschen in der Gemeinde wirklich brauchen.“
Neue Projekte und Zusammenarbeit im Pfarrsprengel
Ein erstes Highlight wird die Konfirmanden-Freizeit im April im Serengeti-Park sein, die Eusterholz gerade organisiert. Außerdem bereitet er die diesjährigen Konfirmationen in der Gemeinde vor. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Neugestaltung des Gottesdienstes am Sonntag für mehrere Gemeinden: „Wir müssen einen Zeitplan erarbeiten, um die Gottesdienste besser zu koordinieren.“ Fabian Eusterholz und Pastor Thomas Heisel aus Geesthacht arbeiten zusammen im Pfarrsprengel. Eusterholz soll der Ansprechpartner für die Gemeinden Grünhof-Tesperhude, Hamwarde und Worth sein. Thomas Heisel übernimmt Geesthacht-Düneberg. Durch die Zusammenarbeit im Team sollen beide Pastoren zukünftig mehr Zeit für die Seelsorge und Verkündigung haben.
Von Essen nach Grünhof-Tesperhude
Fabian Eusterholz denkt gern an sein Schüler-Austauschjahr in Texas zurück. „Die Jugendlichen feierten in den USA eigene Gottesdienste – das stärkte sowohl den Zusammenhalt als auch den Glauben unter ihnen.“ Das lebendige Glaubensleben seiner Gastfamilie und der örtlichen Gemeinde inspirierte ihn, auch in Deutschland nach ähnlichen Erfahrungen zu suchen.
Von der Jugendarbeit zur Suchthilfe
Pastor Eusterholz‘ Engagement in der Jugendarbeit führte ihn zunächst zum Weigle-Haus in Essen, wo er für neun Jahre Jugendgottesdienste und Freizeiten mitgestaltete. Parallel dazu studierte er Theologie und Diakoniewissenschaften. Zudem arbeitete er als Suchtkrankenhelfer mit besonderem Fokus auf die Reintegration von Betroffenen.
Moderne Jugendarbeit und innovative Seelsorge-Formate
Nach seiner Ordination baute Pastor Eusterholz in Mecklenburg-Vorpommern die Jugendarbeit in der Kirchengemeinde St. Marien Friedland auf und festigte sie. Besonders in einer Region mit geringer Glaubensbindung war es ihm ein Anliegen, junge Menschen durch moderne Formate für die Kirche zu gewinnen. „Es bildete sich erstmals eine echte Gemeinschaft von jungen Leuten, die den Glauben lebten und sich regelmäßig trafen“, erzählt er. Besonders beeindruckte ihn, dass viele junge Leute seiner Kirchengemeinde auch nach der Konfirmation treu blieben.
Als Vertretungskraft in Hamburg gestaltete er dann unter anderem innovative Formate wie die Sommerkirche im Stadion und die „Geh-Spräche“ – Gespräche in der Natur, die eine neue Art der Seelsorge darstellten. „Ich schätze diese unkonventionellen Möglichkeiten, mit Gemeindemitgliedern in einem offenen Rahmen zu sprechen“, betont der Pastor.
Spazieren mit Hund Arthur
Eusterholz geht auch privat gern spazieren. So kann es durchaus sein, dass man ihn mit seinem Hund Arthur antrifft. Werden dabei vielleicht auch schon die „Geh-Spräche“ für Grünhof-Tesperhude ausprobiert? „Noch nicht“, lacht er, „aber wer weiß, was noch kommt. Wenn Interesse besteht, kann ich mir das gut vorstellen.“
Wer Pastor Eusterholz erleben möchte, kann dies in den kommenden Gottesdiensten tun. Die nächsten finden am 6. April 2025 statt: Um 10 Uhr in der St.-Thomas-Kirche in Geesthacht und um 11 Uhr in der St.-Jacobi-Kirche in Hamwarde.