Aumühle Editorial - März

Kirchengemeinderats-Vorsitzende Frau Jenckel Copyright: Kirchengemeinde Aumühle

Editorial März 2025

Prüft alles und behaltet das Gute! 

Erneut überschreibe ich meinen Artikel mit diesem Losungsspruch für unser Jahr 2025. Besser und treffender hätte er nicht für uns gewählt werden können. 

Nachdem Mitglieder unseres Kirchengemeinderates Wochen, ja Monate auf etlichen Sitzungen mit den Vertretern der Gemeinden unserer Sachsenwald- Region diskutiert und gerungen haben um einen Zusammenschluss zur 4er-Fusion, sind diese Verhandlungen Mitte Januar geplatzt. Das war eine bedrückende Erfahrung, mit der wir so nicht gerechnet hatten!

Das Gute an dieser Entwicklung ist, dass wir Aumühler daraufhin enger denn je mit unserer Nachbargemeinde Wohltorf zusammengerückt sind. Das wurde sicherlich befördert durch den Umstand, dass nach dem Weggang von Christoffer Sach, René Enzenauer unsere Vakanzvertretung übernommen hat. Aber schon lange haben wir ja darüber hinaus etliche Aufgaben geteilt, sei es die Konfirmanden- und Seniorenarbeit, der Jugendkreis oder der Friedhofsausschuss. So war es nicht verwunderlich, dass auf den letzten Sitzungen der jeweiligen Kirchenvorstände die Zustimmung zur Idee einer 2er Fusion gegeben wurde. 

Am 12.Februar hatten wir eine gemeinsame Sitzung der beiden Kirchengemeinderäte. Zu Gast waren Propst Philip Graffam, sowie LKMD Hans-Jürgen Wulf und Kirchenkreiskantor Michael Buffo. Vorrangiges Thema der Sitzung war die Frage nach der Fortführung der Kirchenmusik in unseren Gemeinden ab Mai 2025: wie schon früher berichtet, hat der Kirchenkreis geplant, zunächst die Anstellung unserer Kantorin Susanne Bornholdt auf seine Ebene zu heben, um ihr finanzielle Sicherheit zu gewähren. Susanne Bornholdt hat eingewilligt, um unsere Gemeinde von den hohen Personalkosten zu befreien – ein trauriger Entschluss! Aber finanziell wird es uns entlasten. Sie soll nun ab Mai in der Region 3, Mölln-Gudow-Breitenfelde, arbeiten. In einem Spezialgremium wurde ein Konzept erstellt, um bei uns die Arbeit der Kirchenmusik zu gewährleisten; diese ist ja in beiden Gemeinden ein Schwerpunkt. Unsere Hoffnung ist, dass wir genügend Gelder akquirieren können, um uns diesen Bereich der Gemeindearbeit zu erhalten. Die Anstellung von Kantorin Andrea Wiese soll ebenfalls auf das Level des Kirchenkreises gehoben werden, und sie ist bereit, ihre Arbeit auf Aumühle zu erweitern. Sie betont, es als Neuanfang ihrer Tätigkeit zu sehen und bittet alle Chormitglieder, egal ob groß oder klein, ihre bisherigen Gruppen zu bereichern. Das konkrete Konzept werden wir beizeiten veröffentlichen. 

Die gemeinsame Sitzung der beiden KGRs verlief wunderbar harmonisch, enorm konstruktiv und es war eine Freude, das Aufeinander zugehen zu erleben. Selbst Propst Graffam war voll des Lobes ob solch positiver Arbeit.

Am 30. März wollen wir im Anschluss an den Gottesdienst zu einer Gemeindeversammlung einladen, um Ihnen allen die Fortschritte im Sinne der Fusionsverhandlungen der Gemeinden Wohltorf-Aumühle zu berichten und darüber ins Gespräch zu kommen.

Im Zweifel kann nur ein Zusammenschluss unserer beiden Gemeinden den Erhalt unserer Kirchenarbeit gewährleisten. Dafür benötigen wir die Unterstützung von Ihnen allen, nicht nur finanziell, auch aktiv! Mehr denn je wird Ehrenarbeit gefragt sein, um den Haushalt zu entlasten. Wer also Lust und Zeit hat und die Wichtigkeit dieses Bereiches in unserer Kommune erkennt, ist willkommen bei uns mitzutun – egal ob projektbezogen oder als festes Mitglied eines Gremiums. Kommen Sie also zu unserer Gemeindeversammlung und helfen Sie mit, dass die Kirchen im Dorf bleiben. Wir freuen uns auf Sie! 

Prüft alles und behaltet das Gute  –  das möge uns als Motto geleiten. 

Für den Kirchengemeinderat

Beatrix Jenckel