Kurznachrichten

St. Gertrud: Fotoausstellung über Monument des Stadtteils, November 2017

St. Gertrud: Fotoausstellung über Monument des Stadtteils, November 2017

24.10.2017 - Wenn es ein Prädikat für das Gebäude gibt, dass die "gute alte Zeit" verkörpert, dann steht St. Gertrud ganz oben auf der Liste. Eine Fotoausstellung ab dem 10.11.2017 zeigt, warum die über 100 Jahre alte Kirche so besonders heimelig auf viele Menschen wirkt.

"Norddeutscher Backstein komponiert sich zu einem besonderen, einmaligen Bauensemble mit Kirchturm, Pastoratsbauten und großem Garten mit Mauereinfassung", schwärmt Fotograf Nicolas de Cuvry. Der 53jährige ist Mitglied im Bauausschuss St. Gertrud, der Erhalt des Bauwerkes ist ihm ein Anliegen. Unter dem Titel "Vision St. Gertrud - Monument eines Stadtteils" hat er daher im Vorraum der Kirche eine Ausstellung mit besonderen Fotografien zusammengestellt. Eröffnung ist am Freitag, dem 10. November 2017 um 17.00 Uhr.

Wer das Ensemble zum ersten Mal erlebt, fühlt sich auf das Angenehmste in einen alten Heimatfilm versetzt. Die 1910 geweihte Kirche trohnt wie eine Trutzburg gleich neben dem Stadtpark. Das Gemeindegebiet ist ausschließlich durch Wohngebiete geprägt, es gibt keine Industrie und nur wenige kleine Geschäfte, dafür fußläufig Schulen und Einrichtungen für Senioren. Der Kirchenraum ist großzügig, eine Empore bietet Platz auch bei großen Festlichkeiten. Die Fenster leuchten bunt, die Bänke sind gemütlich, das Licht umfließt den Besucher freundlich, die Akustik ist ganz fabelhaft. Ein besonderes Schmuckstück ist die Walcker-Orgel, sowohl optisch als auch aktustisch. Erst 2013 wurde sie umfassend restauriert und vermittelt seitdem authentisch das romantisch geprägte Klangbild der Erbauungszeit.

Gleich neben der Kirche wohnt der Pastor, auch nicht beengt, und hinter der Kirche bietet ein Innenhof einen guten Rahmen für Gemeindefeste, Auftritte des gemeindeeigenen Bläserchores, Fußballturniere des Knabenchores und so manches mehr. Die Kindertagesstätte ist beliebt. Gleich zwei Gemeindesäle werden gut genutzt, Auf den Stühlen haben schon die Eltern der jetzigen Konfirmanden bequem der Bibelarbeit gelauscht. Und auch mit Nebengebäuden ist St. Getrud gesegnet - auch das ermöglicht eine kontinuierliche, verlässliche Gemeindearbeit. Seit vielen Jahren ist hier der Christliche Blindendienst beheimatet, die Evangelische Frauenhilfe unterstützt die Gemeinde seit über 90 Jahre. Nicht alle finden St. Gertrud schön. Kaum jemand würde sagen, sie ist modern. Aber beinahe jeder stimmt zu, dass man sich hier wohlfühlen kann - eine Eigenschaft, die so manche schöne oder moderne Kirche nicht aufzuweisen hat.

Warum das so ist, auch das wird bei der Fotoausstellung gezeigt werden. "Es wird auch um Bauformen aus unterschiedlichen Jahrhunderten gehen, die in der Kirchenarchitektur zitiert werden", so Nicolas de Cuvry. Der Bau wird aus verschiedenen Blilckwinkeln betrachtet - so wird deutlich, wie sehr die Kirche in den Stadtteil hineinwirkt. Und wie sehr die Kirche hier mitten im Dorf steht.