Kurznachrichten

St. Petri, Lübeck: Solo Verbo - Reden, Lesungen, Vokalmusik, 07.06.2017

Die Reihe Solo-Verbo, Allein durch das Wort, geht  weiter. Den Besucher erwarten Religiöse Reden, Lesungen und Vokalmusik. Nächster Termin ist Mittwoch, der 07.06.2017. Thema: Gruften und Gräber.

Solo verbo – allein durch das Wort. St. Petri lädt zu drei weiteren Abenden der theologischen Reihe von Pastor Dr. Bernd Schwarze ein. Eine Dreiviertelstunde Religionsphilosophie in einer schlichten Raumgestaltung mit Lesungen und Vokalmusik vom Gesangsensemble Viva Voce. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.

Solo Verbo über Gruften und Gräber

Die Kultur des Sterbens und Trauerns hat sich dramatisch verändert. Die Zahlen der anonymen Bestattungen steigen, und die Kirchen befürchten einen Niedergang der Friedhofskultur. „Von Gruften und Gräbern“ lautet die Überschrift des 18. Abends der religionsphilosophischen Reihe „solo verbo“ in der Kultur- und Universitätskirche St. Petri zu Lübeck. Am Mittwoch, dem 7. Juni, um 19 Uhr, referiert Pastor Dr. Bernd Schwarze über den geistigen Wandel vom klassischen Abschiedsritual hin zu einer „Ästhetik des Verschwindens“. In seiner religionsphilosophischen Rede thematisiert er auch die modernen Veränderungen im Wissen und Glauben in Bezug auf den Tod. Das Gesangsensemble Viva Voce vertieft das Thema mit alten und neuen Werken der Vokalmusik. „Solo verbo“ ist Lateinisch und bedeutet: „allein durch das Wort“. Im bewusst schlicht gestalteten Kirchenraum stehen somit auch die akustischen Zeichen im Mittelpunkt. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.

Alle Termine und Hintergrund

Mittwoch, 26. April 2017, 19 Uhr: „Von Kreuz und Krisen“
Mittwoch, 17. Mai 2017, 19 Uhr:  „Vom Sterben und Verderben“
Mittwoch, 7. Juni 2017, 19 Uhr: „Von Gruften und Gräbern“

St. Petri glaubt und zweifelt. Solo verbo. Das ist lateinisch und bedeutet: Allein durch das Wort. Und erinnert an die programmatischen Aussagen Martin Luthers. Solo verbo ist der Titel eines neuen Andachts-Formats in St. Petri. Schlicht ist der Kirchenraum gestaltet. Optische Reize werden verhüllt, ein paar leuchtende Buchstaben sind die einzige Dekoration. Ein Ensemble singt alte und neue Musik. Aus dem Off hört man biblische und zeitgenössische Texte. Im Mittelpunkt steht eine Rede von zwanzig Minuten Länge zu einem Thema der Religion. Solo verbo: das ist ein kleines Fest der Worte.

Solo verbo ist ein theologisches Format. Nicht auf die Auslegung biblischer Texte oder kirchlicher Lehrmeinungen beschränkt. Aber durchaus den großen Lebensfragen auf der Spur. In einer Haltung, die es sich nicht leicht macht mit dem Glauben, auch unbequeme Fragen zulässt. Wer ermutigen will, muss auch zweifeln können. Die religiösen Reden in solo verbo suchen das Göttliche, das Unbedingte im Hier und Jetzt, im Alltag, in der Wissenschaft und in der Kultur - experimentell und ergebnisoffen.